Vilcabamba – Im Tal der Hundertjährigen

September 15, 2015

Unsere letzte Station in Ecuador (08.-14.09.2015)

Der Ort Vilcabamba liegt im Süden des Landes und stand schon seit recht langer Zeit auf unserer Liste als letzter Destination bevor es nach Peru geht. In den letzten Jahren hat es der kleine Ort mit seinen paar Tausend Einwohnern immer mal wieder in die internationale (auch deutsche) Presse geschafft – zumeist wurden Artikel betitelt mit „Das Tal der Hundertjährigen„. Offenbar werden in dem auf 1600m gelegenen Tal überdurchschnittlich viele Menschen steinalt und wenn man einigen Berichten Glauben schenken darf, dann treten bestimmte Krankheiten und Leiden der Zivilisation dort gänzlich nicht auf (wie Krebs, Herz- und Knochenkrankheiten, Diabetes) – klingt unglaublich, aber offenbar kommen bis heute regelmäßig Forscher aus der ganzen Welt in den kleinen Ort und suchen weiter nach den Gründen für die Langlebigkeit dort. Man sagt, es habe zu tun mit dem gesunden, ganzjährig milden Klima im Tal, der Abgeschiedenheit und dem stressfreien Leben der Menschen, die das mineralhaltige Wasser ihrer Flüsse trinken und sich fast gänzlich von Eigenangebautem ernähren.

Wir kamen also von den Galapagos Inseln zurück am Festland an – wieder in Guayaquil. Vom Flughafen ging es per pedes direkten Weges zum (riesigen) Bus-Bahnhof, da wir ihn beim Landeanflug erspäht hatten und uns das Taxi sparen wollten. Nun – vielleicht haben wir den falschen Weg genommen – jedenfalls mussten wir den halben Flughafen und gefühlt den gesamten Busbahnhof umrunden, bevor wir endlich den Eingang fanden… ein paar $ Taxi hätten uns viel Schweiß in der Mittagsschwüle erspart. Egal :)

Angekommen im Bahnhof, erfuhren wir, dass der Bus nach Cuenca (eine direkte Verbindung bis nach Vilcambamba gibt es nämlich nicht) laut Aussage des Schalters „JETZT“ abfährt.. wir bezahlten also hastig und hetzten über den mehrstöckigen Busbahnhof, um unseren Bus noch gerade so zu erreichen. Die Strecke kannten wir ja bereits – bevor es auf die Inseln ging, kamen wir ja bereits aus Cuenca. Erneut ging es nun also hoch bis auf über 4000m und anschließend hinab nach Cuenca. Dort kamen wir in der Dunkelheit an und hatten keine Unterkunft reserviert; wir fanden aber glücklicherweise etwas Passendes ohne Probleme. Am nächsten Tag ging es dann gegen Mittag für uns weiter Richtung Vilcabamba – und das auf außerordentlich komfortable Weise: es verkehrt ein Van-Shuttle Service von Cuenca direkt bis nach Vilcabamba. Zwar ein wenig teurer als mit öffentlichen Bussen, aber dies ersparte uns einige Stunden Reisezeit sowie das Umsteigen in Loja.

„You are now entering a stress free zone!“

Vilcabamba - at Hosteria Izhcayluma

Vilcabamba – at Hosteria Izhcayluma

Für Vilcabamba hatten wir uns längere Zeit im Voraus eine Unterkunft ausgeguckt, diese jedoch erst kurzfristig versucht zu reservieren: Hostal Izhcayluma. Zwei bayerische Weltenbummler hatten vor etwa 15 Jahren ein paar Kilometer außerhalb Vilcabambas einen Ort der Ruhe für Südamerika-Reisende geschaffen. Über die Jahre hat sich Izhcayluma zu einem Top-tipp entwickelt und Travellern. Neben verschiedenen Zimmer-und Bungalow Varianten gibt es einen Pool (!), ein hervorragendes Restaurant (sogar mit deutschen Gerichten :) ), Massagen und Yoga. Durch unsere kurzfristige Buchung landeten wir erstmals auf unserer Reise im Mehrbett-Dormroom. Dank teils schwieriger Zimmergenossen war dies gewöhnungsbedürftig für uns. Andererseits lernten wir so zwei andere deutsche Weltreisende kennen, mit denen wir später noch einige Zeit gemeinsam in Peru verbringen sollten (bei Gelegenheit mehr dazu).

Vilcabamba - erster Izhcayluma trail, view on Vilcabamba

Vilcabamba – erster Izhcayluma trail, view on Vilcabamba

Vilcabamba - erster Izhcayluma trail

Vilcabamba – erster Izhcayluma trail

Vilcabamba - second Izhcayluma trail (Kammwanderung)

Vilcabamba – second Izhcayluma trail (Kammwanderung)

Viel unternahmen wir in Vilcabamba nicht. Wir nutzten die Zeit zur Entspannung in den zahlreichen Hängematten, Planung der nächsten Stationen, für Organisatorisches. Zwei Hikes machten wir aber dann doch – und einer davon hatte es in sich: eine Kammwanderung über die Bergkette nahe Vilcabambas. Das war ein fast ganz-tägiges Unterfangen mit einigen echt kritischen Passagen: super schmale Grate mit Abschüssen zu beiden Seiten. Es half uns, dass unsere Mitwanderin – die bergerfahrene bayerische Lehrerin Monika – unerschrocken vorweg krakselte und so behielten auch wir die Balance und schalteten unsere leichte Höhenangst (:D) größtenteils aus („Schau nicht runter, Augen nur auf den Weg!!“).

Im nächsten Beitrag werden wir unseren abenteuerlichen Weg nach Peru beschreiben – so richtig off the beaten path, abseits des Gringo Highways!

Klick hier für Fotos von Vilcabamba!

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