Santiago de Chile – einige Wiedersehen

Dezember 15, 2015

Die Stadt zog uns nicht in ihren Bann (03.-14.12.2015)

Es war der 2. November und das zweite Mal, dass wir während unserer Weltreise die Grenze zwischen Argentinien und Chile passierten. Zwischen unseren Trips durch Bolivien und Argentinien hatten wir ja bereits einen Tag im Norden Chiles – in San Pedro de Atacama – zugebracht. Nun passierten wir also erneut die Anden, um vom argentinischen Mendoza in das etwa 370km entfernte Santiago zu reisen. Der Weg war toll – die Aussichten unterwegs sehr beeindruckend. Der Grenzposten lag mitten in den hohen Anden, umringt von Schnee bedeckten Gipfeln. Diese letzte Fahrt durch die Anden war sicherlich eine der schönsten Fahrten unserer Reise. Es ging sogar unweit vom höchsten Berg Südamerikas entlang: dem Aconcagua mit seinen knapp 7000m!

Argentina - Bus ride towards the AR-CI border

Argentina – Bus ride towards the AR-CI border

Argentina - Bus ride towards the AR-CI border

Argentina – Bus ride towards the AR-CI border

Argentina - Bus ride towards the AR-CI border

Argentina – Bus ride towards the AR-CI border

Argentina - Argentinian-Chilean border

Argentina – Argentinian-Chilean border

Argentina - Argentinian-Chilean border

Argentina – Argentinian-Chilean border

Chile - Bus ride to Santiago from the AR-CI border

Chile – Bus ride to Santiago from the AR-CI border

Santiago ist mit über 5 Mio Einwohnern (im Großraum sogar 6,5 Mio) die Hauptstadt von Chile. Die meiste Zeit liegt Santiago in eine Smog-Glocke gehüllt, welche die eigentlich tolle Aussicht auf die hohen Gipfel der Anden versperrt. Die Stadt ist sehr heiß und stickig, es gibt leckeren Seafood (klar – das Meer ist nicht weit!) – arg viel mehr bleibt uns jedoch nicht in Erinnerung. Ständig zogen wir Vergleiche zu Buenos Aires, welches uns so viel besser gefallen hatte.

Chile - Santiago, Mote con Huesillo Drink at Cerro Santa Lucia

Chile – Santiago, Mote con Huesillo Drink at Cerro Santa Lucia

Während unserer paar Tage in Santiago erkundeten wir die Stadt zu Fuß (wir hätten uns vor der Weltreise wirklich einen Schrittzähler zulegen sollen um die gelaufenen Kilometer einmal nachzuvollziehen!), schlenderten über den Fischmarkt und den Blumenmarkt. Wir fuhren mit dem historischen Funicular auf den höchsten Gipfel der Stadt, den Cerro San Cristobal, von dem aus man eine gute Sicht auf die Smogglocke der Stadt hatte :/. Einen anderen Tag begleitete unsere Gastgeberin Liz uns auf den Cerro Santa Lucia, ebenfalls mit ganz guter Aussicht. Wir lernten chilenische Nationalgetränke wie den berühmten Pisco bzw. Piscola (Pisco mit Cola) kennen (Nils sogar eine ganze Menge davon ;), ebenso den Mote con Huesillo (erfrischender Pfirsich-Getreide-Drink).

Chile - Santiago, At La Moneda (Präsidentenpalast), Plaza de la Constitución

Chile – Santiago, La Moneda (Präsidentenpalast)

Chile - Santiago, Flower Market

Chile – Santiago, Flower Market

Chile - Santiago

Chile – Santiago

Chile - Santiago, Funicular to Cerro San Cristobal

Chile – Santiago, Funicular to Cerro San Cristobal

Chile - Santiago, View from Cerro San Cristobal

Chile – Santiago, View from Cerro San Cristobal

Chile - Santiago, Cerro Santa Lucia

Chile – Santiago, Cerro Santa Lucia

Nils zum Bart-Schneider

Nils‘ Backpacker-Vollbart drohte das Gesicht gänzlich zuzuwuchern, drum war es Zeit für einen Besuch beim Barbier. Naja, ganz so ein Wildwuchs war es nicht, aber dennoch eine interessante Erfahrung zum ersten Mal einen Barbier zu besuchen. Dazu ging es in den Stadtteil Barrio Brasil und dort in einen uralten Männer-Salon, der tatsächlich noch aussah wie aus einer anderen Zeit. Hier war Handarbeit angesagt und der Friseur/Barbier verpasste Nils zunächst einen Haarschnitt bevor er sich mit der Scheere und Rasierklinge am Bart zu schaffen machte. Spannende Erfahrung allemal :)

Chile - Santiago, Nils at Barbershop, Barrio Brasil

Chile – Santiago, Nils at Barbershop, Barrio Brasil

Abstecher nach Valpo

Nach einigen Tagen in Chile, war es Zeit für einen Tapetenwechsel: für 2 Tage fuhren wir an die Küste, nach Valparaíso – eine der wichtigsten südamerikanischen Hafenstädte. Hierzu werden wir einen separaten Blogartikel schreiben.

Für uns war weniger Santiago selbst schön als all die Menschen, die wir dort wieder trafen. Da waren zum einen Liz mit ihrem Partner Armando. Liz stammt aus Arizona/USA, Armando ist Argentinier. Beide leben seit einigen Jahren in Chile. Wir hatten Liz auf unserer Galapagos Cruise im August/September kennengelernt und schon damals hatte sie uns eingeladen, in Santiago bei ihr eine Bleibe zu haben. Das war super – denn so hatten wir sofort einen Anlaufpunkt, sparten uns Übernachtungskosten, lernten Armando kennen, erfuhren viel über Chile und seine Menschen, kochten spannende Chilenische Gerichte (bzw. wurden bekocht 😉 ). Die beiden wohnten in einem sehr kleinen Apartment inmitten Santiagos und wir nächtigten auf einer Luftmatratze in deren Kombination aus Küche, Wohnzimmer und Arbeitszimmer. Wenig Platz aber dennoch super für uns.

Frühstück mit alten Bekannten

DSC06644Dann war da noch eine vor vielen Monaten schon vereinbarte Verabredung zum Frühstück – am Morgen des 14. Dezember, also unserem Abreisetag aus Chile und Südamerika: Wir trafen Erika aus Seattle, Washington/USA und Natalia aus Dublin/Irland. Beide arbeiten bei Groupon, sind also ehemalige Kolleginnen von Nils. Natalia stammt aus Santiago, arbeitet aber seit einiger Zeit in Groupons Europa-Office in Dublin. Sie war auf Weihnachts-Heimatbesuch in Santiago und Erika startete ihrerseits eine Chile-Argentinien Rundreise. Santiago war ihr Ankunftsort von den USA aus und sie hatte lediglich 1 Tag dort – es traf sich perfekt, dass genau die Morgenstunden vor ihrem Weiterflug mit unserem kleinen Zeitfenster Zwischen Rückkehr von der Osterinsel und Weiterflug nach Texas zusammenfallen sollten und so klappte es mit dem gemeinsamen Frühstück. War toll sich wiederzusehen und von unseren Erlebnissen zu berichten, gleichzeitig ein wenig was aus der Groupon-Welt der letzten Monate zu erfahren (auch wenn Gedanken an die Arbeit immer noch soooo fern sind für uns).

One-in-a-lifetime: Osterinsel

Es gibt diese Plätze auf der Welt, bei denen man hofft, sie irgendwann einmal erneut besuchen zu können, gleichzeitig aber weiß, dass dies äußerst unwahrscheinlich ist. Von Santiago aus machten wir uns auf den Weg zum vielleicht abgelegensten Ort unserer gesamten Weltreise und sicher dem Exotischten: Wir flogen auf die Osterinsel!

Eigentlich ist die Isla de Pascua sogar einer der abgelegensten Punkte auf der Weltkarte überhaupt, denn das winzige Eiland liegt mitten im Pazifik und ist wohl der Fleck Erde, der in jede Richtung die längste Strecke Meer bis zum nächsten bewohnten Stück Erde hat. Unglaublich. Und definitiv einen eigenen Artikel in unserem Blog wert.

Wir kehrten am 13.12.2015 von der Osterinsel zurück, bevor wir am Abend des 14. Dezembers in den Flieger gen Dallas, Texas/USA, stiegen.

Südamerika Zeit ging zu Ende

Mit Santiago ging für uns das erste große Weltreise-Kapitel zu Ende: unsere Zeit in Südamerika war nun vorbei. 4,5 Monate hatten wir in 5 Ländern zugebracht (+ 2 weitere Länder auf Stippvisite von je 1 Tag). Eine tolle Zeit, viele Erlebnisse und Erinnerungen, die uns immer im Kopf bleiben werden, nette Bekanntschaften und eben der Auftakt zu unserer Weltreise. Wir werden noch etwas die Zeit verarbeiten, vielleicht bei Gelegenheit eine Zusammenfassung schreiben für euch, gleichzeitig aber gänzlich neue Erfahrungen sammeln auf einem für uns komplett neuen Kontinent: Asien. Zuvor freuten wir uns aber noch auf ein paar Tage in Texas mit weiteren schönen Wiedersehen.

Klick hier für Fotos von Santiago de Chile! (es folgen separate Alben für Fotos von Valparaíso und Osterinsel.

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