Planeamiento de la ruta

Juli 28, 2015

Eines der spannendsten und zugleich am häufigsten revidierten Themen im Rahmen unserer Reiseplanung, war sicherlich die Route. Zu Beginn hatten wir noch nicht viele Erfahrungsberichte gelesen und ein erster Gedanke war: „Ein Jahr – das ist unendlich viel Zeit und wir schauen uns die ganze Welt an!“. Keine Frage – ein ganzes Jahr ist unglaublich viel Zeit. Die Welt ist aber auch riesig :) und wir wollen nicht ständig weiterhetzen oder mit Anzahlen besuchter Länder prahlen können bei unserer Rückkehr. Viel mehr wollen wir den Luxus genießen, in aller Ruhe Land & Leute, fremde Kulturen & Landschaften, kennenzulernen. Wir möchten die vermutlich einmalige Chance in unserem Leben voll auskosten, den Alltag mit möglichst wenig festen Terminen und Daten im Kopf zu bestreiten, nicht ständig im Reisemodus zu sein, wenn wir ein fremdes Land bereisen. Uns viel lieber Zeit lassen, neue Eindrücke auf uns wirken lassen und mehr oder weniger spontan entscheiden, wann es wie und wolang weitergeht.

Ganz planlos sind wir dann aber doch nicht unterwegs – andere Weltreisende buchen tatsächlich nur einen one-way Hinflug und starten ohne jeglichen Plan ins Abenteuer.. und sie lieben dieses Gefühl der Freiheit. Wir beide sind tendenziell doch eher die Planer und mögen das Gefühl einer grundlegenden Vorstellung unserer Reise(-Route), ebenso eine grobe Zeitplanung zu haben. Wir haben ein paar Eckpfeiler bereits mit reichlich zeitlichem Vorlauf gebucht und haben so ein Grundgerüst festgelegt. Dies umfasst bei uns die großen Interkontinental-Flüge, wie die Atlantiküberquerung zum Auftakt unserer Reise, sowie die teuren und weiten Strecken von Süd- nach Nordamerika und die Pazifiküberquerung von Nordamerika nach Süd-Ost-Asien. Natürlich schränken wir uns minimal ein in unserer Flexibilität, aber so haben wir unglaubliche Schnäppchen-Tickets buchen können für die genannten Strecken. Dazu vielleicht in einem separaten Post irgendwann mal mehr Details (Stichwort Bonus-Meilen-Tickets).

Im Laufe der Vorbereitung zogen wir verdammt viele Tipps und Anregungen aus dem hervorragenden Weltreise-Forum, begannen unzählige travel blogs anderer Reisender zu lesen und bekamen so ein immer realistischeres Verständnis, wie eine Routenplanung für 1 Jahr aussehen könnte.

Wie haben wir nun die Route geplant? Die folgenden Punkte spielten eine zentrale Rolle dabei – klick sie an für mehr Details.

Bucket List

Jeder vom Reise-Virus Infizierte hat sie: die bucket list. Eine Liste an Regionen, Ländern, Orten, Sehenswürdigkeiten oder auch Aktivitäten, die er irgendwann im Leben sehen/besuchen/erleben möchte. Es fiel uns nicht schwer, immer mehr Punkte zu unserer bucket list hinzuzufügen.. Von den Galapagos Inseln (Ecuador) über den Machu Picchu (Peru), die Iguazu Wasserfälle (Argentinien) und Patagonien/Feuerland (Argentinien/Chile) bis hin zum Insel-hopping in Thailand, den Angkor Wat Tempelanlagen in Kambodscha, den Orang Utans auf Borneo (Malaysia), Tauchen mit Walhaien vor Westaustralien und den atemberaubenden Landschaften Neuseelands, um ein paar wenige zu nennen. Die bucket list wird nicht komplett abgehakt auf unserer Reise – so werden wir auf dieser Reise voraussichtlich weder Japan zur Kirschblüte besuchen, noch einen Roadtrip durch die USA machen oder mit dem Wohnmobil durch Kanada reisen.. auch keine Safari in Afrika erleben. Die bucket list wird ewig bestehen und erweitert – der Reise-Virus, so sagt man, ist schließlich nicht heilbar. Und das ist ja gut so :)

Wir sagten uns zu Beginn der Planung, dass wir vor allem Regionen und Länder bereisen wollen, die wir noch nicht kennen (Australien ist hier eine Ausnahme dieser „Regel“). Und solche, die wir eher nicht in späteren „normalen“ Jahresurlauben von 2 oder 3 Wochen besuchen können.
Generell können wir sagen, dass wir eigentlich keine Kompromisse eingehen mussten, weil wir unterschiedliche Vorstellungen hätten – von Beginn an hatten wir mehr oder weniger dieselben Ziele und Schwerpunkte im Kopf.

Zeitbedarf

Ein wichtiger Aspekt ist auch die Frage nach der Zeitplanung. Eine Faustformel erfahrener Weltreisender empfiehlt: nicht mehr als 1 Land pro Monat. Natürlich kommt es stark auf die Größe des jeweiligen Landes an, die Route innerhalb des Landes (vielleicht nur einen Teil bereisen?), auf Transportwege etc. Wir möchten außerdem ja frei bleiben zu entscheiden, ob wir uns wohl fühlen und länger bleiben oder ggf. auch schon früher weiterziehen wollen. Dennoch – wichtig für die Planung ist, sich nicht zu viel vorzunehmen.

Klima und Wetter

Wir werden uns vorwiegend auf der Süd-Halbkugel bewegen, was die Planung nicht einfach macht. Schließlich ist in vielen unserer Zielländer in etwa zur selben Zeit, die „beste Jahreszeit“. Aber möchte man überhaupt immer zur (vermeintlich) besten Zeit unterwegs sein? Ggf. macht es sogar Sinn in der sog. „shoulder season“ – also quasi im Frühling/Herbst – zu reisen.. unter Umständen entgeht man so Touristenströmen, hat weniger Probleme Unterkünfte zu finden und profitiert von günstigeren Preisen. Außerdem folgen das Wetter und die Jahreszeiten ja keinem exakten Kalendar und lassen sich nicht tagesgenau planen. Dazu der Klimawandel. Wichtig ist einfach, sich bewusst zu sein, mit welchen Wetter-Extremen regelmäßig wann, wo zu rechnen ist… wir möchten z.B. dem Winter in Patagonien, dem Monsun in Süd-Ost-Asien und den Wirbelstürmen im Südpazifik möglichst aus dem Weg gehen. Auch hierfür ist die Seite Weltreise-info.de und das zugehörige Forum enorm hilfreich.
Siehe auch unsere Routenplanung im „Reisezeiten-Tool“ weiter unten.

Routing, Verbindungen

Nicht jede Wunschvorstellung ist realisierbar aufgrund nicht vorhandener oder kaum bedienter Flugstrecken oder sonstiger Transportmöglichkeiten. So hatten wir bspw. zunächst die Idee, den Pazifik per Inselhopping im südlichen Teil zu überqueren.. von Santiago (Chile), über die Osterinsel, Tahiti, Cook Islands, Fiji nach Neuseeland. Das ist schon generell möglich. Aber eben extrem teuer und auch unter Berücksichtigung der anderen Aspekte (z.B. Jahreszeiten) und geplanten Ziele für uns nicht die richtige Wahl.

Budget

Selbstverständlich ist auch das begrenzte Budget ein wichtiger Planungs-Faktor. Für die meisten „Außenstehenden“ sicher kaum vorstellbar, wie so eine Reise überhaupt finanzierbar ist oder was so etwas kostet. Auch wir hatten anfangs keine Vorstellung. Je mehr wir uns damit befassten, desto klarer wurde uns, dass und wie so etwas für uns realisierbar ist.
Wir haben ja weder im Lotto gewonnen, noch hat uns irgendjemand das Geld für die Reise geschenkt (mal abgesehen von unserem „Hochzeits-Side-Trip“ auf die Galapagos :) ).. Wir schätzen uns in der unglaublich glücklichen Lage, mit unseren Jobs Wege eingeschlagen zu haben, die uns das Sparen über die Jahre ermöglichten. Natürlich heißt es aber Prioritäten setzen – Erspartes, das mal bspw. für ein Eigenheim vorgesehen war einzusetzen für unser Abenteuer. Dazu konsequentes Sparen seit der Entscheidung diese Reise zu machen und viele Verkäufe im Vorfeld – diverse Trödelmärkte und Wohnungsinventar.

Einen sehr großen Einfluss auf das benötigte Budget hat die Länderwahl. Verbringt man ein ganzes Jahr in Süd-Ost-Asien, kostet dies sicherlich nur einen Bruchteil dessen, was das Bereisen von Ländern wie Australien, Neuseeland, USA oder Kanada erfordern. Hinzu kommt, dass bestimmte Routings (Stichwort „Südpazifik Überquerung“) und generell Interkontinentalverbindungen ins Geld gehen.. die Reisegeschwindigkeit spielt eine Rolle. Je schneller man reist, desto teurer wird es. Unterkunftswechsel und schnelle Verbindungen (z.B. der kurze Flug statt dem langen Nachtbus) sind Kostentreiber.

Wir haben unsere Länder nicht primär nach den Kostengesichtspunkten festgelegt, aber haben unser Budget auf Länderebene geplant. Ob diese Planung so hinhauen wird und wir tatsächlich in den letzten Abschnitten unseres Trips noch in der Lage sein werden, Austalien und Neuseeland zu bereisen, werden wir sehen. Wir werden low-budget unterwegs sein, aber wir sind auch keine Studenten mehr und werden eher nicht in Mehrbett-Dorm Rooms schlafen, wenn wir für ein paar $ mehr einen private room bekommen. Auch werden wir nicht am anderen Ende der Welt gänzlich auf Touren oder Besichtigungen verzichten, die Eintrittsgelder kosten, wenn wir es schon soweit geschafft haben. Im Zweifelsfall wird es notwendig sein die Länderauswahl zu ändern oder kürzen… aber das wird die Zeit zeigen :)

Unsere Route im Reisezeiten-Tool

Das sog. „Reisezeitentool“ der Seite weltreise-info.de ist eine tolle Planungshilfe für die Route. Farblich kennzeichnet es Länder je Monat gemäß entsprechend zu erwartender Witterung /Jahreszeit. Das Ganze ist recht selbsterklärend: von dunkelgrün = ideal, bis dunkelorange = schlechte Zeit. Unsere Routenplanung ist schon in gewisser Weise danach ausgerichtet.

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