Cuenca – Schöne Colonial-Stadt im Süden Ecuadors

August 23, 2015

Ecuadors‘ Zentrum der Kultur und Kunst (20.-23.08.2015)

Wir machten uns früh in Banos auf, um den ersten Bus nach Cuenca zu nehmen. In Ecuador bucht man solche Busfahrten nicht im Voraus, sondern geht in der Regel einfach zum Busbahnhof (terminal terrestre), kauft ein Ticket und steigt ein. Unterwegs steigen dann meistens noch unzählige weitere Leute zu, sodass fast jeder Bus rappelvoll ist. Die Busse sind in der Regel ziemlich alt und nicht besonders komfortabel – wir sind schon gespannt, wie das in den nächsten Ländern sein wird.

bus ride from Banos to Cuenca

bus ride from Banos to Cuenca

In Riobamba stiegen wir um und fuhren von dort bis Cuenca. Die Straße windete sich entlang der Andengipfel und bot uns die bislang schönsten Aussichten auf unseren Busreisen – im Gegensatz zu den hohen Anden und Vulkanen des nödlichen und zentralen Ecuadors, wurde es nun sichtlich grüner. Teilweise schauten wir auf Wolkenfelder unter uns in den Andentälern hinab – sehr beeindruckend. Und das Wetter wurde immer besser.

Cuenca ist mit etwa 350.000 Einwohnern Ecuadors drittgrößte Stadt (nach Quito und Guayaquil) und liegt auf ca. 2.500m Höhe. Bereits zu Inca-Zeiten war Cuenca eine wichtige Stadt, im 16. Jahrhundert wurde sie von den Spaniern erobert und ist heute UNESCO Weltkulturerbe.

Cuenca ist die bislang schönste Stadt auf unserer Reise. Während wir durch die engen kopfstein-gepflasterten Gassen, entlang der vielen kolonialzeitlichen Gebäude spazieren, hatten wir das Gefühl, wir könnten auch irgendwo in Spanien sein. Diese Stadt wirkt ganz anders als Quito und die übrigen Orte, die wir in Ecuador bereits gesehen haben. Cuenca ist kulturelles und künstlerisches Zentrum Ecuadors. Das Klima ist angenehm und so zieht es seit Jahren etliche amerikanische Rentner her, die hier ihren Ruhestand verbringen (was nicht immer gern gesehen wird von den Einheimischen). Integration ist auch hier nicht unproblematisch – wenn auch mit etwas anderem Hintergrund.

Stadt der Kirchen und des Panama-Hut

Cuenca - Catedral de la Immaculada Conception (New Cathedral)

Cuenca – Catedral de la Immaculada Conception (New Cathedral)

Cuenca ist die Stadt der Kirchen. Es gibt wohl insgesamt 52 Gotteshäuser – somit könnte man an jedem Sonntag im Jahr eine andere Kirche besuchen. Außerdem ist Cuenca berühmt für den Panama Hut (Sombrero Paja Toquilla)! Der Name „Panama Hut“ rührt daher, dass beim Bau des Panama-Kanals die Arbeiter zum Schutz vor der Sonne diese Hüte trugen und sie auch auf diesem Wege später transportiert wurden. Der Hut stammt aber aus Ecuador, wird aus einem speziellen Toquilla-Stroh hergestellt, welches aus einer palmenähnlichen Pflanze gewonnen wird, die in Plantagen nahe der Ecuadorianischen Küste angebaut werden. Die Herstellung der Hüte erfolgt dann in Dörfern in der Nähe von Cuenca.  Panama-Hüte gibt es in unterschiedlichen Qualitäts-Stufen und wir lassen uns die Unterschiede erklären. Ein Hut der höchsten Qualität (super-fino) benötigt Monate händischer Arbeit und kostet hier einige Hundert Dollar – in Europa sogar ein Vielfaches. Wir spielten mit dem Gedanken uns einen (nicht so teuren) Hut zu kaufen, entscheiden uns dann aber schließlich dagegen. Es lässt sich mit unserer Reiseart (und -Budget) leider nicht wirklich vereinbaren :(

Cuenca - Rio Tomebamba, river dividing new town from old town

Cuenca – Rio Tomebamba, river dividing new town from old town

Wir verbrachten 2 Tage + den Anreise-Nachmittag in der schönen Stadt. Schnell findet man sich zurecht: Die nördlich gelegene Altstadt ist von der südlichen Neustadt durch den kleinen Fluß Rio Tomebamba getrennt, die Straßen sind in Blöcken angelegt und überhaupt ist die Altstadt recht schnell zu Fuß erkundet. Wir schlenderten einfach durch die Straßen, nutzten die Zeit für Dinge wie Wäsche-waschen und das Planen unserer nächsten Station: Galapagos Islands! Einen Tag wanderten wir entlang des Rio Tomebamba zu den Inca-Ruinen Pumapungo, hatten eine tolle Aussicht von dort oben auf die umliegenden Gipfel und folgtem Fluß anschließend weiter bis in den Parque El Paraiso. Viele Cuenca-Reisende besuchen auch Ecuadors wichtigste Inca-Ausgrabungsstätte „Ingapirca“ in der Umgebung – da uns aber in Peru bald sehr viele solcher Stätten erwarten, ließen wir dies aus. Ebenso den nahegelegenen Cajas Nationalpark – einen kleinen Eindruck dessen werden wir auf der Busfahrt nach Guayaquil bekommen.

Bilder aus Cuenca findet ihr hier: Klick!

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