¡Hasta luego Ecuador; bienvenidos a Perú!

September 16, 2015

Grenzüberquerung auf abenteuerlicher Route (14.-15.09.2015)

Im Anschluss an Vilcabamba sollte es nun also endlich nach Peru gehen. Ecuador – das erste Land auf unserer Weltreise – war eine spannende Erfahrung für uns. Bei Gelegenheit wollen wir später mal eine Art Resume-Beitrag über unsere Eindrücke verfassen. Wir sind jedenfalls froh, Ecuador zum Einstieg gewählt zu haben. Nicht zuletzt die Galapagos Inseln waren natürlich ein ganz großes Highlight unserer gesamten Reise. Aber auch die vielen unterschiedlichen Orte in Ecuadors Anden stimmten uns so richtig auf Südamerika ein. Wir sind angekommen :)

.. und wahnsinnig gespannt darauf, wie sich Land und Leute in Peru und später in Bolivien von Ecuador unterscheiden werden. Es bleibt zu sagen, dass wir schon jetzt in unserem „Zeitplan“ zurückliegen. Das ist nicht schlimm – wir haben ja nur einen ganz groben Plan für die 4 1/2 Monate Südamerika, aber mehr und mehr werden wir uns darüber Gedanken machen, welche Ziele (gar Länder?) wir womöglich streichen werden, um nicht gehetzt den großen Kontinent zu bereisen.

Es gibt mehrere Grenzübergänge auf dem Landweg für die Einreise von Ecuador nach Peru. Wir wählten den am wenigsten bekannten und genutzten, über den Grenzort La Balza. Geographisch ist dies eigentlich sogar das Naheliegendste von Vilcambamba aus. Jedoch gibt es auf ecuadorianischer Seite keine befestigte Straße zur Grenze und man muss mittels verschiedener – teils abenteuerlicher – Verkehrsmittel den Weg bis zum Grenzfluss bewerkstelligen. Dann ist man zwar in Peru, aber noch fern ab der Zivilisation. Im Grunde wählen nur jene Reisende diesen Weg, die a) nach Chachapoyas im Norden Perus wollen, b) genug Zeit im Gepäck haben und c) nichts gegen ein kleines zwei-tätiges Abenteuer haben. Für den Fall, dass andere Reisende dies hier lesen, wollen wir aktuelle Infos für diese Grenzüberquerung geben. Wir haben bei unserer Recherche wenig Aktuelles gefunden. Dies sind also alle Einzeletappen auf diesem Weg:

Bordercrossing EC-PE via La Balza - arrived in Zumba, EC

Bordercrossing EC-PE via La Balza – arrived in Zumba, EC

1.) Bus (z.B. Sur Oriente) von Vilcabamba nach Zumba, 4-5 Std., $8.50 p.P.

Uns wurde empfohlen, gleich den frühsten Bus (6 Uhr) zu nehmen.. dadurch mussten wir aber dann in Zumba ewig (> 4 Std.) warten – und dort ist wirklich NICHTS zu tun.. kein Cafe, kein Restaurant.. GAR NICHTS. Andererseits hörten wir von anderen Reisenden, dass deren Bus eine Panne hatte und sie somit ihren Anschluss verpassten (weil sie eben nicht den frühen Bus genommen hatten). Wir würden dennoch einen späteren Bus empfehlen (8 oder 9 Uhr).

Bordercrossing EC-PE via La Balza - Ranchero Zumba-La Balsa, EC

Bordercrossing EC-PE via La Balza – Ranchero Zumba-La Balsa, EC

2.) Ranchero von Zumba nach La Balza (Grenze), 1.5-2 Std., $2.25 p.P.

Fährt nur 3x pro Tag – irgendwann morgens, um 14:30 und abends.. abends ist auf jeden Fall zu spät, um noch die Grenze zu überqueren und in Peru weiterzukommen. Daher muss man den „Bierbank-LKW“ um 14:30 erreichen. Abenteuerliche Fahrt (wir waren die einzigen Gringos!) durch Nebelwälder, auf holprigen Schotterpisten, durch 1-2 Flüsse hindurch, durch kleine abgelegene Dörfer. Tolle Aussichten, aber anstrengend für Rücken und Hintern – außerdem extrem staubige Angelegenheit. Pässe bereit halten – wir wurden plötzlich von einer Polizei-Straßensperre gestoppt und lediglich wir zwei Gringos mussten unsere Pässe vorzeigen und prüfen lassen. Und das war noch lange nicht die Grenze. Wir wissen nicht, was diese Kontrolle bezweckte.

Bordercrossing EC-PE via La Balza - on way from Zumba to La Balza, EC

Bordercrossing EC-PE via La Balza – on way from Zumba to La Balza, EC

Bordercrossing EC-PE via La Balza - on way from Zumba to La Balza, EC

Bordercrossing EC-PE via La Balza – on way from Zumba to La Balza, EC

Bordercrossing EC-PE via La Balza - Rio Canchis, dividing EC from PE

Bordercrossing EC-PE via La Balza – Rio Canchis, dividing EC from PE

== Grenzüberquerung, Brücke über kleinen Fluss – Ausstempeln am Ecuadorianischen Ufer, rüberlaufen (Niemandsland! :) ) und wieder Einstempeln in Peru ==

Bordercrossing EC-PE via La Balza - Bridge over Rio Canchis, dividing EC from PE

Bordercrossing EC-PE via La Balza – Bridge over Rio Canchis, dividing EC from PE

Bordercrossing EC-PE via La Balza - no man's land, bridge over Rio Canchis

Bordercrossing EC-PE via La Balza – no man’s land, bridge over Rio Canchis

3.) Collectivo von der Grenze nach San Ignacio, 45 min, S/.17 p.P.

Auf peruanischer Seite warten Taxis – sog. „Collectivos“. Das sind meistens Kombis (oder mini-vans), die warten bis sie voll sind und dann abfahren. Leider waren wir schon recht spät dran, als wir endlich unsere Stempel in den Pässen hatten und keine weiteren Touristen überquerten die Grenze. Der Fahrer wollte daher zunächst den doppelten Preis von uns verlangen – wir blieben stur, warteten 10 min und er fuhr uns schließlich für den regulären Preis, sammelte aber unterwegs noch einige Einheimische ein.. schließlich saßen wir hinten mit 3 Erwachsenen und 2 Kindern 😉

== Übernachtung in San Ignacio, früh aufstehen und gegen 6/7 morgens los ==

4.) Tuktuk (sog. „Motorcycle“ / Dreirad) vom Hostal zum Abfahrtsort der Collectivos Richtung Jaen, 10 min, S/.1,50 p.P.

5.) Collectivo von San Ignacio nach Jaen, 2 Std., S/.20 p.P.

Fahrt im Kombi in die Provinzhauptstadt. Dort gibt es unterschiedliche Ankunfts-und Abfahrtsorte für die diversen Ziele.. keinen zentralen Platz. Deshalb nach Ankunft erneut ein Tuktuk nehmen um zum Abfahrtsort der mini-vans nach Bagua Grande zu gelangen.

6.) Tuktuk in Jaen von Ankunftsort zum Abfahrtsort der Vans nach Bagua Grande, 10 min, S/.1,50 p.P.

Unbedingt Preis verhandeln für Tuktuk und nicht über 3 Sol bezahlen (für 2).

7.) Mini-Van von Jaen nach Bagua Grande, 1-1,5 Std., S/.7 p.P.

In unserem Fall hat uns der Minivan direkt am richtigen Ort abgesetzt – dort, von wo die Vans nach Chachapoyas fahren.

8.) Mini-Van von Bagua Grande nach Chachapoyas, 2-3 Std., S/.10 p.P.

Wenn möglich, versucht einen Sitzplatz in der ersten Reihe zu bekommen, am besten direkt hinter dem Fahrer. Dort ist am meisten Beinfreiheit. Wir saßen in der letzten Reihe ganz hinten und der Wagen wurde so vollgestopft mit Passagieren, dass wir fast 3 Std. unsere Knie am Kinn hatten, die Beine kaum mehr spürten nach einer Weile, es heiß war und ohne zu öffnendes Fenster in unserer Nähe.. und das auf einer Schlagloch-Schotterpiste für lange Zeit. Wir waren echt am Ende, als wir endlich ankamen. Zeitgleich „lagen“ ein paar Jugendliche hinter dem Fahrer fast ausgestreckt .. also: niemals nach ganz hinten setzen!

Nach 2 Tagen und etwa 8 Verkehrsmitteln, erreichten wir also unser Ziel: Chachapoyas! Wie ihr im nächsten Beitrag erfahren werdet, haben sich die Strapazen absolut gelohnt. Der Norden Perus – vor allem in den Anden – ist noch weitestgehend „untouristisch“ – weil er einfach abseits des Gringo Highways, der Panamericana, liegt. Dies wird sich jedoch ändern, da zur Zeit ein Flughafen und Teleferico hoch zum sog. „Machu Picchu des Norden Perus“ (den Kuelap Ruinen) gebaut werden.

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